Part IV: Heidi’s list: Odd things about life in D.C.

– Maßkrüge sind aus Plastik

– Mercedes-Limousinen und schicke, teure, schwarze Geländewagen stehen in provisorischen Hüttenverschlägen, die wohl die Garage sein sollen

– Experten und Wissenschaftler können in Achtwortsätzen komplizierte Zusammenhänge erklären.

– mitten in Häuserreihen sehe ich immer wieder ein Häuschen, das als Kirche umfunktioniert wurde: über dem Eingang hängt ein Schild „Baptist Church“ oder so ähnlich, irgendwo ein Kreuz

– Amerikaner lieben die Dönerladen-Gemütlichkeit: Hauptsache billige Plastiksitzgruppen in der Farbe der Fast-Food-Kette, bei der man gerade Kunde ist und Berge von Müll vor sich. Dazwischen irgendwo vergraben: Pommes, Burger oder Eisshakes in Plastikbechern. Auf die Atmosphäre kommt es ja nicht an.

– zur Begrüßung sagt man „Wie geht’s dir?“, man antwortet: „Good and you?“ vielleicht sollte ich mal ausprobieren was passiert, wenn man bad sagt?

– es ist Anfang Oktober und ich laufe immer noch in kurzen Hosen und T-Shirt herum

– der 7:54 Bus fährt um 7:50 ab, der 8:04 Bus kommt nie, darum fährt der 8:13 Bus immer um 8:09 ab

Dass die Busse hier mehr oder weniger irgendwann fahren, kommt mir, der Zuspätkommerin, sehr entgegen. Ich muss mich quasi nie über mich selbst ärgern, sondern kann dem Bus alle Schuld zuschieben 😉 Darum: nicht alles, was ich auf die Liste schreibe ist negativ gemeint. Bis demnächst!

Part III: Heidi’s list: Odd things about life in D.C.

September 23, 2008

– Milch kann man nur in großen Kanistern kaufen

– alternative Energien bedeuten hier: Kohlekraftwerke und Atomanlagen

– kein Taxifahrer kennt die Adams Street

– beim Fußball gibt es eine Trinkpause nach 25 Minuten und nach 70 Minuten

– es gibt eine richtige Liga für gemischte Fußballmannschaften (Frauen und Männer)

– Taxifahrer, Busfahrer und fast alle Kassierer im Supermarkt sind schwarz

– die meisten Männer joggen oben ohne und die Frauen im Sport-BH (mal schauen wann es ihnen zu kalt wird…)

– Qualitätszeitungen kosten hier weniger als die BILD in Deutschland (Washington Post: 50 Cent, bis 31.12.2007 kostete sie nur 35 Cent)

– Busse fahren manchmal nach Fahrplan, meistens aber nicht (wie in Polen)

– Markenklamotten (Roxy, Ralph Lauren, Lacoste) hängen mitten zwischen no-name-trash und kosten gleich viel oder sogar weniger

– In Wohngebieten (auch in unserer Adams Street) gibt es „Speed humps“ das sind riesige Hügel die einmal quer über die Straße gebaut sind, damit man nicht zu schnell fährt. Paula hat letztens einen übersehen, das Auto hat fast abgehoben!

– es gibt Leute, die eine Ausbildung zum Einpacker an Supermarktkassen machen

Bisher fallen mir täglich noch viele solche Dinge auf, die mich wundern, über die ich lachen muss oder die mir hier als etwas Besonderes erscheinen. Mal sehen, ab wann ich das nicht mehr wahrnehme und quasi „amerikanisiert“ bin. Aber fürs Erste könnt ihr euch sicher sein, es geht weiter!

Part II: Heidi’s list: Odd things about life in D.C.

September 13, 2008

– rote Ampeln zeigen die Sekunden an, wie lange man noch warten muss, bis es grün wird

– ich habe einen 1,89 Dollar Starbucks-Kuchen mit Kreditkarte bezahlt

– in Drogerie-Ketten-Läden (im Müller, Rossmann, Schlecker-Style) wird man von Kosmetikerinnen überfallen und gleich zur Beratung geschleppt

– Morgens haben wir einen intellektuellen Müllsammler getroffen, der weiße Handschuhe trägt, Deutsche verehrt und uns eine ganze Busfahrt lang (40 Minuten) zugequatscht hat. Beispiel: In demHaus, das er gerade gekauft hat, wurde Versace erschossen.

– alle Leute in meiner Nachbarschaft grüßen mich, obwohl ich sie noch nie zuvor gesehen habe

– wenn man beim Bus aussteigen möchte, muss man die Reißleine ziehen

– die Adams Street hört einfach irgendwo auf und fängt ein paar Hundert Meter weiter in der gedachten Verlängerung (die man nur aus der Vogelperspektive sehen kann) wieder an

– Leute, die in ihrem Zimmer eine Klimaanlage haben, schlafen mit 4 Bettdecken, obwohl es 30 Grad hat

– HILFE! Ich wiege 135 Kilo – ah nein! Pfund (also 500 Gramm je Pfund???) – ah NEIN! falsch! 1000 g : 453,59 = 2,20463414… also: 135: 2,2046341… = 61,234651137…

Da kann froh sein, wer ein Mathe-Ass war, so wie ich ;) Und das mit den Gewichtseinheiten ist ja nur die Spitze des Rechen-Eisbergs! Benzin kostet hier etwa 3,90 – aber eben eine Gallone (das macht 4,4 Liter). Mehl muss man bei Messbechern in “cups” abwiegen, ein Dollar sind etwa 1,39 Euro und die Steckdosen passen auch nicht… es lebe die Europäische Union! Bis demnächst!

– alle joggen an vierspurigen Hauptstraßen entlang, die mitten durch die Stadt führen

– es gibt hier Fast Food Restaurants, die aussehen wie eine Bank: ganz leerer Raum, eine dicke Scheibe und eine kleine Durchreiche für Essen und Getränke

– man darf keine kurzen Hosen bei der Arbeit im Büro anziehen, aber gegen einen riesigen Ausschnitt sagt keiner was

– es gibt zwei Klimazonen hier in der Stadt: die Antarktis und die Sahara aka. Bürogebäude und draußen

– ich (23 und 3 Monate) muss den Ausweis zeigen, wenn ich Bier kaufe; Paula (55 und 2 Monate) muss den Ausweis zeigen, wenn sie Bier kauft

– die Leute grillen hier im Vorgarten (2 auf 3 Quadratmeter) mit all ihren Freunden und stellen das Auto davor, um dröhnenden Hip Hop zu hören

– wenn man die Hand in den Abguss der Spüle steckt, werden einem die Finger abgehackt

– abends um 11 ist daheim morgens um 5

– Paula (meine Mitbewohnerin) springt auf und freut sich, als sie einen schwarzen Republikaner im Fernsehen sieht: ‚Where does HE come from? Did they pay him?’

Ihr könnt euch anhand dieser Dinge vielleicht so ungefähr vorstellen, wie es hier für mich so ist. Ich habe auf jeden Fall meinen Spaß und mir geht es gut. Bestimmt werden mir noch einige solche ‚odd things’ begegnen, in diesem Sinne: 2 be continued!

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2 Antworten to “Heidi’s list”

  1. Svenja said

    Hi Heidi, du schreibst echt klasse!
    Sind gerade von unserer OsteuropaReise heim gekommen, war sehr spannend. Ich grüsse dich hiermit herzlich, alles liebe in W.D.C.
    Svenja

  2. Maaike said

    Pani Heidi in the States!! woop woop! Habe gerade deine ervarungen gelesen, hort ganz cool und interessant an. Dein ‚odd list‘ ist aber echt lustig, die kleine sagen die anders sind machen reisen und leben in andere Lander so interessant. Wann du wieder zuruck bist in Deutschland mussen wir uns mal treffen, weil von die erste October wohne ich in Berlin!! jajaaa!!! Und mach dich keine sorgen, mein Master is in English… so at least I dont have to embarras myself in German. Ich habe ein deutsche WG (jaja!!) gefunden, mit zwei ganz coole Jungens, ich froh mich sehr.
    Also, ich wunsche dir ein super schone Zeit an die andere seite von the Atlantic hoffe wir konnen bald ein Pivo zusammen trinken!
    ciao, Maaike

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